Eine Reise nach Tansania - Lushoto
von Nico & Marcel
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Tag 8

Wer hatte nicht früher auch diese mega negative Einstellung Lehrern gegenüber? Ich muss sagen, dass es bei mir schon ging, aber seit dem ich Nachhilfe gegeben habe und spätestens jetzt weiß ich dass es eigentlich kein schlechtes Ding ist der kluge Mann an der Tafel zu sein. Lehren macht Spaß, wenn die Kids dabei sind uns man selbst auch eine gewissen Haltung an den Tag legt. Diese Freude am Lehren spüre ich jetzt in der Shambalai Secondary School … noch Die Kids schauen mich mit großen Augen an, auch wenn sie manchmal kein Wort verstanden haben. Und es fühlt sich gut an „Mister Nico“ gennat zu werden. Eigentlich ist das widerum echt verwerflich, denn dieser Respekt kommt auch sehr aus dem Umgang der Lehrer mit den Schüler. Als Tip, ein langer dünner Zweig ist involviert. Heute hab ich aus der Entfernung wieder Lehrer bei der „Züchtigung“ gesehen. Echt nicht cool. Mir wurde auch ein Stock angeboten. Ohne Dank hab ich abgelehnt.

Aber mit einem eigenen Lächeln auf den Lippen bekam ich auch strahlende Gesichter also Antwort. Der Englischunterricht bestand eher aus dem gemeinsamen Lesen eines Textes und dann beantworten von Fragen. Das war ok, aber bei einer Klassenstärke von 52 Schülern ist eine individuelle Betreuung eher schwierig. Der anschließende Matheunterricht wurde dann so gar von mir alleine gehalten. Der eigentliche Lehrer hockte sich einfach hin und döste fast ein. Die Bühne gehörte also mir. Das Thema Funktionen und Beziehungen ist zwar schon 7 Jährchen her, aber eigentlich ist das auch nichts Großartiges. Ich rechnete also so vor mich hin an der Tafel und hab mir die Seele aus dem Leibe gelabert. Ich denke, dass auch einiges hängen geblieben ist (zumindest bei etwa 10 von 50 Schüler). Bei der alleinigen Arbeit hatten leider schon viele Probleme, wenn -3+2 auszurechnen ist oder die schon 4mal gezeigten Methoden selbst anzuwenden sind. Es hat aber Spaß gemacht. Das soll aber nicht heißen, dass das Lehrer-sein was für mich ist. Jeden Tag im Leben Wissen zu vermitteln ist dann noch nicht das Wahre. Aber für alle Lehramtler, ihr habt meinen Respekt.

Tja, ab Mittag war die Schule auch zu Ende und es wurde das Coffee Corner aufgesucht, um ein wenig abzuhängen. Hier sind die Leute einfach super relaxt drauf. So wird mit frischen Mangos und Bananen eine Siesta eingelegt.

24.2.16 18:57


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Tag 6

Endlich wieder Schule … wie in den guten alten Zeiten unserer Jugend. Nur dieses Mal gab es einen kleinen Rollenwechsel, so dass wir die Personen mit dem „Wissen“ sind und die armen Schüler foltern müssen.

Entspannt wanderten wir also heute Morgen Richtung Shambalai Secondary School. Nach dem morgentlichen Spaziergang von einer halben Stunde waren wir im Klassenraum, der aus eine Reihe von Tischen an den Wänden und darauf 30 Laptops besteht … der kostbare IT-Room. Natürlich durften wir uns gleich ein wenig vorstellen und dann kurzerhand auch den Unterricht leiten. Hmm das wurde schnell mal improvisiert, denn eigentlich war noch keine Unterricht für uns geplant. Also wie bringt man Schülern eine Schreibprogramm bei, wobei diese noch nie in ihrem Leben dies getan haben. Brechen wir das Gestalten von Texten auf die Basics runter und fangen mit der Groß-/Kleinschreibung an. Weiter mit unterstreichen, Schrift ändern und Einfärben. So improvisiert wie das Ganze war, bin ich doch recht stolz auf uns. Morgen wird das Gleiche in einer anderen Klasse eine wenig koordinierter ablaufen. Es war auf jeden Fall richtig schön die Kids mit ihrem Lerneifer zu sehen und jede Frage beantworten zu können (passiert ja auch nicht immer). Unsere Englischklasse haben wir leider verpasst und gingen deshalb in eine andere. Kein Problem also. Wir saßen hinten und observierten J Der Unterricht ist schon um einiges anders, aber wie soll es auch mit 60 Schülern in einer Klasse auch sein. Es wurde viel im Chorus nachgesprochen und Stück für Stück eine Text gelesen. Hiernach gesellten wir uns wieder zu einem IT kurs, aber dieses Mal bei Kids, die noch nicht einmal einen Computer gestartet haben. Die Grundlagen beruhten sich also auf Maus und Keyboard. Nicht spannend aber wichtig.

Joa, unser erster Schultag J

Jetzt sitzen wir (wie so oft) im coffee corner und lassen die Gelassenheit des Abends über uns ergehen. Die Zeit verlangsamt sich ein wenig und einige der Sorgen fallen ab. Sehr entspannt ist das, wenn ich mir auch vorstellen kann, dass mir irgendwann der Stress fehlt (aber frühestens in 5 Wochen bitte und dann auch nur ganz leicht).

22.2.16 17:11


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