Eine Reise nach Tansania - Lushoto
von Nico & Marcel
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Tag 22

Projekt Regenrinne

Wer Marcel und mich kennt, weiß dass wir manchmal versuchen etwas mit unseren Händen zu schaffen, anstatt es aus der Massenproduktion im Laden zu kaufen. So sind schon so einige Unikate entstanden. Auch hier in Tansania hat uns das Bastel- und Werkelfieber wieder erwischt, so dass wir erst aus Muschel und verrückten Holzteilen Schmuck in Form von Ketten herstellten. Dann kam uns aber die Idee der Regenrinnen. Wasser ist zwar in Tansania vorhanden, doch werden oft lange Wege in Kauf genommen, um das kostbare Gut zu transportieren. Wie bereits beschrieben habe ich bei Esthers Eltern das Wasserholen mitgemacht und muss sagen, dass es eine verdammt anstrengende Arbeit ist. Jeder Tropfen muss transportiert werden. Ob fürs Kochen, Waschen oder Putzen. Das Regenrinnenprojekt mit den Spenden von Sascha und Johannes ist leider erstmal eingefroren, denn es konnten die anderen 50% der Lokals nicht aufgebracht werden.

Wir wollten es aber verbessern (Preis senken) und haben uns so ans Reißbrett gesetzt. Nachdem wir auch andere Umstände hier in Lushoto gesehen haben (Müll) und wir ohnehin Tüftler des Upcyclings sind, haben wir kurzerhand ein kostengünstiges Konzept entworfen. Mit einem Preis von vermutlich 500TSh (<0,25Euro) pro Meter haben wir das Experiment gestartet. Wir nahmen uns die leeren Wasserflaschen und schnitten sie zu. Mit einfachsten Mitteln (Tacker und Tape) konnten wir so die jeweiligen Hälften verbinden und auch wasserundurchlässig gestalten. Klingt erstmal komisch, doch funktioniert gar nicht mal so schlecht. Wie lange unsere Konstruktion halten wird ist eine andere Frage. Ich hoffe auf mehr als ein Jahr, aber das wird die Praxis zeigen. Doch eine Preissenkung von mehr als 90% (original kostet 1m 7000TSh) motiviert uns das Projekt voran zu treiben. Zusätzlich würden wir uns riesig freuen, wenn die Tansanier es merken würden, dass der Müll nicht auf die Straße gehört, aber recycelt werden kann.

Bis jetzt steht 1m Regenrinne aus doppellagigen Plastikflaschen. Es ist für die zur Verfügung stehenden Mittel auch recht stabil und durch eine weitere Holzleiste wird es noch verbessert und montierbar. Einen direkten Feldversuch konnten wir noch nicht durchführen, aber im Bad durfte bereits Wasser durch unsere Konstruktion fließen.

Falls jemand von euch noch andere kostengünstige Ideen hat, darf er/sie und liebend gerne diese mitteilen. Die Raining season hat jetzt begonnen und es kann noch nicht richtig aufgefangen bzw. gelagert werden, ohne eine gewisse Summe an Geld in die Hand zu nehmen.

9.3.16 16:46
 


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